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Performing Science 2

Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen lobt im Jahr 2011 im Jahr der Chemie zum zweiten Mal den

Gießener Preis für wissenschaftliche Präsentation & Lecture Performance

aus: Performing Science würdigt innovative Formen der Wissenspräsentation. Wissenschaftliche Vortragskunst ist hier ebenso gefragt wie forschungsorientierte Lecture Performance oder virtuoser Medieneinsatz. Eingedenk der Geschichte der Justus-Liebig-Universität wird sich Performing Science im Jahr 2011, dem Jahr der Chemie, mit neuen Formen des Experimentalvortrags beschäftigen.

Die Geschichte der Wissenspräsentation ist von der Spannung zwischen wissenschaftlicher Kommunikation und öffentlichem Spektakel geprägt. Mit dem Experimentalvortrag verbindet sich die Erkenntnis, dass die Präsentation von Wissen auf die Forschung zurückwirkt: Obwohl Experimentalvorträge zunächst als nicht-wissenschaftlich verurteilt wurden, spielten sie schließlich eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Experimentalwissenschaften. Durch den Einsatz neuer Medien wandeln sich heute die Formen, in denen Wissen öffentlich präsentiert wird, erneut. Mit der Lecture Performance ist ein neues Format zwischen Kunst und Wissenschaft entstanden. Filmisch dokumentiert und ins Web gestellt treten wissenschaftliche Präsentationen heute mehr denn je als Performances in Erscheinung. Zugleich verändert sich das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft.

Der Performing Science-Preis wird an eine Wissenschaftlerin/Künstlerin oder einen Wissenschaftler/Künstler für herausragende Leistungen der wissenschaftlichen Präsentation oder Lecture Performance vergeben. Gefragt ist also nicht nur nach dem traditionellen Experimentalvortrag, sondern vor allem nach:

- wissenschaftlichen und künstlerischen Präsentationen, die Forschungsprozesse vor Augen führen
- Präsentationen, die mit neuen experimentellen Verfahren, etwa mit Simulationen, arbeiten
- Präsentationen, in denen Inhalt und Form in ein experimentelles Verhältnis eintreten, das es dem Publikum erlaubt, an der präsentierten Forschung in actu teilzuhaben
- Präsentationen, die sich experimentell und künstlerisch mit Medien und traditionellen Formen der Wissenspräsentation auseinandersetzen

Eine hochrangige Jury aus Wissenschaft und Kunst wird in einer öffentlichen Endausscheidung am 17. September 2011 die Preisträger bestimmen.

- Dotierung: Der Performing Science-Preis ist mit 5000 Euro für den 1. Preis, mit 3000 Euro für den 2. Preis und mit 1500 Euro für den 3. Preis dotiert
- Bewerbungsschluss: 30. April 2011

Informationen zum Verfahren und Ausschreibungsunterlagen finden Sie unter www.performingscience.de und www.zmi.uni-giessen.de.

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